Folge 1 – „Alle für einen, einer für Alle“

Herzlich Willkommen zu der 1. Folge unseres Podcasts ‚Zeitgeist der Inklusion

Ich bin Christin und ich bin Katrin.

Christin: Als Allererstes wollen wir uns natürlich bei jedem Einzelnen für das Anhören dieser Folge bedanken und hoffen sehr, dass wir Euch bereits mit dieser Folge abholen können und Ihr weiterhin alle 2 Wochen für eine neue Folge bei uns vorbeischaut.

Katrin: Ja in der heutigen Folge Alle für einen und einer für alle erwarten Euch Berichte unserer Erfahrungen in der persönlichen Assistenz.

Wir reden außerdem über das Arbeitgebermodell klären wichtige Begrifflichkeiten und haben uns zusätzlich eine tolle Sache überlegt.

Wir werden Euch am Ender einer jeden Folge mit einer lustigen Anekdote aus unserem Leben unterhalten. 

Freut Euch auf chaotische und amüsante Erlebnisse, die uns alle zum Schmunzeln bringen.

Christin: Beginnen wollen wir diese Reise mit einer Frage, die uns sonst auch im Alltag ziemlich oft gestellt wird „Was machst Du denn beruflich?“ und jedes Mal, wenn wir antworten „Ich bin persönliche Assistentin für Menschen mit Behinderungen“ kommt ein anerkennendes Nicken und direkt im Anschluss die 2. Frage „Ja und was machst Du da so?“ und an der Stelle beginnt meistens die lange Reise der Erklärungen.

Katrin: Der Assistenznehmer/in, dass ist die Person, die die Unterstützung in Anspruch nimmt, wohnt in seinem eigenen Haushalt. Am Anfang unserer Schicht begeben wir uns meistens in seine Wohnung. Das ist jedoch nicht immer unser Arbeitsplatz. Meist lösen wir unsere Kollegen auch in der Uni ab, am Arbeitsplatz oder in einer Freitzeitaktivität. Das kommt natürlich auch ein bisschen darauf an, was der Assistenznehmer/in für diesen Tag geplant hat. Kurzum – wir unterstützen sie in allen Bereichen des täglichen Lebens. Wir gehen mit oder für den Assistenznehmer/in einkaufen oder erledigen spezielle Aufträge, wie z. B. Rezepte in der Apotheke einlösen und Pakete von der Post abholen. Das kommt immer auf den Assistenznehmer/in an. Sehr unterschiedlich – nach Wesen und Art des Menschen.

In dieser Zeit kommt es natürlich leider ein Wenig öfter vor, da die Ansteckungsgefahr durch COVID 19 jederzeit gegeben ist. Erlebt haben wir beides schon. Das liegt natürlich auch ein wenig daran, wie lange der Assistenznehmer/in alleine bleiben kann und möchte. Für ihn bedeutet das auch ein kleines Stückchen Freiheit in seiner eigenen Wohnung einmal komplett alleine zu sein. Mit der Assistenznehmer/in erledigen wir gemeinsam Arztbesuche, wichtige Amtsbesuche, buchen am Schalter der Deutschen Bahn zukünftige Reisen oder gehen mit ihnen in Schönheitssalons – dazu gehört Frisieren, Tattoos, Piercings, Wimpern machen, Nägel machen.

Ja und aus unserer Erfahrung beginnt dort meistens schon die 1. Probleme. Durch die Berührungsängste und Unsicherheiten der Mitarbeiter, sprechen Sie meist uns die Assistenten an.

Christin und ich lösen das Problem beide gleich, oder?

Christin: Jaaaa 

Katrin: Recht simpel – wir schauen einfach bewusst woanders hin. Denn es geht schließlich um die Bedürfnisse des Assistenznehmer/in.

Christin: Selbstverständlich gehört die Pflege bzw. tägliche Hygiene dazu. Von Toilettengängen, über duschen und waschen bis hin zum Haare frisieren, schminken, Zähneputzen oder im Gegensatz dazu die Utensilien reichen, damit diese Tätigkeiten selbst ausgeführt werden können. Auch hier gibt es die Unterschiede zwischen den Assistenznehmer/in, die dazu selbst in der Lage sind. Katrin z. B. kann den Lidstrich bei Ihrer Arbeitgeberin mittlerweile besser ziehen als bei sich selber.

*beide lachen*

Christin: Das Gleiche gilt natürlich auch für das Essen. Manche benötigen zur Nahrungsaufnahme Unterstützung. Wobei einige hingegen das selber ausführen können.

Was erfahrungsgemäß überall gleich ist, ist die Tatsache, dass wir Assistenten unter Anleitung kochen müssen. Ich konnte das anfangs nicht. Ich habe im Laufe meiner 6jährigen Assistenszeit sehr viel über vielfältiges und frisches Kochen dazugelernt – was als Mutter den Vorteil hat das jetzt zu können

*beide schmunzeln*

Da hatte Katrin mir einiges voraus. Sie konnte das bereits. Eine schöne Abwechslung zum Kochen ist die Erfindung von Lieferdiensten. Es kommt dann häufiger vor, dass wir gemeinsam essen bestellen anstatt zu kochen.

Katrin: Unsere Arbeit ist außerdem sehr intim, weil sehr viele Assistenznehmer/in 24h Unterstützung benötigen. Was bedeutet, dass wirklich immer jemand da ist. Natürlich gibt es Pausen und Schichtwechsel, aber dennoch fahren wir nach unserem Dienst nachhause. Wir gehen vorher noch einkaufen, treffen eine Freundin und legen danach mit einem heißen Tee die Füße entspannt hoch. Für uns ist der Arbeitsalltag Geschichte. Der Assistenznehmer/in jedoch bleibt in seinem Zuhause und es kommt nahtlos der nächste Assistent. Natürlich haben sie mal kurze Ruhepausen vor uns – wie vorhin erwähnt. Das ist jedoch nicht lange.

Man muss sich das mal vor Augen halten, wie das wäre, wenn tatsächlich immer jemand da wäre und die kleinsten Dinge nicht mehr möglich wären. Es ist ein wenig so als würde man sich das Bein brechen und ans Bett gefesselt sein – nichts würde mehr selbständig mehr funktionieren, denn selbst mit Krücken werden Stufen zu einer unerwünschten Barriere. Mir ist das selber erst vor ein paar Jahren passiert und es war wirklich unangenehm.

Du hast doch auch so ein Beispiel – erzähl‘ doch mal

Christin: Ja genau. Ich habe auch einmal so eine Erfahrung gemacht. Durch die Sturzgeburt meines Sohnes ist mir nicht nur das Steißbein gebrochen, sondern ich bin zusätzlich mit einer kleinen Naht nachhause entlassen worden. Ich war daraufhin gezwungen 4 Wochen zu liegen. Ich konnte weder sitzen noch 10 Schritte vorwärts gehen. Ich war zu 100%  auf die Unterstützung meines Partners angewiesen. Diese Erfahrung ließ mich die Assistenz noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.

Katrin: Ja mhhhmmm wünscht man sich in solch einer Situation nicht auch bestenfalls Menschen, mit denen eine harmonische Beziehung möglich ist? Eine gewisse Distanz zu wahren ist sehr wichtig, aber gleichzeitig sehr schwer für beide Seiten. Man verfällt leicht in den Irrglauben, dass es sich dabei um ein WG-Leben handelt. Das ist es aber nicht und man darf dabei nicht vergessen, dass es sich dabei dennoch um Arbeitgeber/in und Arbeitnehmer/in handelt. Grenzen einzuhalten sind für ein langes Zusammenarbeiten wirklich unerlässig.

Christin: Zuhause in der Wohnung müssen wir Assistenten/innen natürlich auch für Ordnung sorgen. Die Wohnung putzen, Wäsche waschen und hinterher ggf. bügeln. Da gibt es ebenfalls von Persönlichkeit zu Persönlichkeit Unterschiede. Je nachdem wie Der- oder Diejenige sich das eben wünscht. Es gibt bestenfalls einen Putzplan, an dem sich jeder orientieren sollte

*beide schmunzeln*

Das geht jedoch in der Praxis leider schief. Oft haben wir die Erfahrung gemacht, dass es in jedem Team Assistenten/innen gibt, die heimlich versuchen Ihre Aufgaben schleifen zu lassen. Auf Platz 1 der vernachlässigsten Aufgaben steht mit weitem Abstand DAS STAUBWISCHEN.

Katrin: *lachend* Ach ist das bei Dir auch so?! 

Christin: Ja also in jedem Team, in dem ich bis jetzt war, war Staubwischen definitiv die Aufgabe, die einfach keiner machen wollte.

Katrin: Ja als wäre es eine undankbare Aufgabe, dabei gehört es dazu.

Christin: Ja definitiv. Und im Fokus steht natürlich immer, dass der Assistenznehmer/in sich in seinen eigenen 4 Wänden wohlfühlt. Wir ersetzen nicht nur Hände und Füße, es ist mindestens genauso wichtig uns zurückzunehmen, nicht zu bevormunden und den Menschen den Freiraum zu lassen alles selbst entscheiden zu können, ohne sie zu beeinflussen. Eine der wichtigsten Eigenschaften ist es, sich und seine Empfindungen zurückzustellen. Natürlich darf man seine Meinung sagen, wenn man gefragt wird, aber es geht in der persönlichen Assistenz nicht um uns, sondern um den Menschen, für den wir die Assistenten sind und das muss einem bewusst sein. Es ist wichtig, die Balance zu halten, sich zurückzustellen bedeutet nicht sich zu versklaven, sondern ist eher eine Feinabstimmung auf beiden Seiten. Am Ende sollte es das Ziel eines guten Arbeitsverhältnisses sein, dass die Chemie auf beiden Seiten stimmt. Harmonie im Alltag ist unerlässlich. Ansonsten wird man nach kurzer Zeit leider feststellen, dass man nicht weiter zusammenarbeiten kann. Was jedoch keinesfalls schlimm ist, denn wir sind 2 unterschiedliche vom eigenen Leben geprägte Persönlichkeiten, die aufeinandertreffen. Wenn man in diesem Bereich arbeiten möchte, ist es wichtig dies zu verstehen und sich selbst zu reflektieren, ohne dabei verletzt zu sein, sollte die Chemie einmal nicht stimmen.

Katrin: Assistenznehmer/in bedeutet nämlich auch ein verantwortungsbewusste/r Arbeitgeber/in zu sein. Wir sind direkt bei unserem Assistenznehmer/in sozialversicherungspflichtig angestellt. Ich habe damals bestimmt 10 x nachgefragt, ob ich wirklich tatsächlich abgesichert bin, weil ich von diesem Modell noch nie etwas gehört habe und mich hat das damals wirklich sehr verunsichert.

*beide schmunzeln verunsichert*

Dieses Verfahren nennt sich Arbeitgebermodell. Wir kennen 4 Varianten und wollen die Euch kurz mal präsentieren:

  1. Assistenznehmer/in wird vom Pflegedienst unterstützt und möchte zum Arbeitgebermodell wechseln um selbst seine/n Assistenten/in anzustellen um Arbeitgeber/in zu werden. Die Einarbeitung erfolgt unter Anleitung des Assistenznehmer/in und einer Assistenzkraft.
  2. Es besteht aber auch die Möglichkeit über einen Assistenzdienst zu laufen. Dieser stellt die Assistenten ein, kümmert sich um die bürokratischen Unterlagen sowie die Zahlung des Gehalts. Jedoch hat der/die Assistenznehmer/in die Möglichkeit die Assistenten selbst auszuwählen.
  3. Man nutzt das Arbeitgebermodell parallel zur Familie, die einen gleichzeitig unterstützt, aber mit den Assistenzen fährt man zur Schule, zur Uni und zur Arbeit. Ebenso gestalten sie ihre Freizeit mit den Assistenten z. B. auf Konzerte gehen, Partys, kulturelle Ereignisse, Reisen oder auch einfach gemütlich einen Nachmittag im Café zu sitzen.
  4. Der Assistenznehmer/in will von Zuhause ausziehen und das eigene Leben bestimmen – aber nicht auf einen Pflegedienst zurückgreifen. Somit ist er/sie Arbeitgeber/in und kann sein/ihr Team selberwählen. Möglich ist natürlich auch, dass durch einen Unfall oder durch eine Krankheit geschuldet der Mensch plötzlich auf Unterstützung angewiesen ist. Er/Sie lebte bereits in einem selbstbestimmten Leben und durch das Arbeitgebermodell kann er zumindest diesen Lebensstandard beibehalten. Es ist also auch superpraktisch, denn niemand ist davor gefeit. Die grundlegende Kompetenz für ihre eigene Assistenz zu übernehmen, dass ermöglicht das Arbeitgebermodell in der persönlichen Assistenz den Menschen mit Behinderung. Dazu gehören u. A. Dienstpläne zu erstellen, Lohnabrechnungen, Steuern zu führen und natürlich auch die Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Also wir, haben den größten Respekt vor den Pflichten eines/r Arbeitgebers/ins.

Christin: Oh ja. Eine große Problematik sind die enormen Gehaltsunterschiede der Bundesländer. Leider konnten wir dazu keine seriöse Auflistung für alle Bundesländer finden. Daher bitten wir jetzt unsere Zuhörer aus allen Ecken Deutschlands uns per Instagram, Email oder Facebook eine Nachricht mit den aktuellen Tarifen oder Löhnen zu senden. Wir würden sehr gerne eine Liste zusammenstellen, um diese Problematik noch deutlicher darzustellen und um für mehr Gerechtigkeit und Transparenz zu kämpfen. Da wir in Berlin arbeiten, können wir momentan auch nur größtenteils über die Situation in der Hauptstadt sprechen. Hier waren früher die Bezirksämter für die Antragsstellung des Arbeitgebermodells zuständig. Seit dem 01.01.2020 ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales – kurz LaGeSo – zuständig.

*beide schmunzeln*

Das Ziel ist es, den Übergang für die betroffenen Menschen in das neue Leistungssystem reibungslos zu gestalten. Die Zahlungen der Leistungsansprüche nahtlos sicherzustellen und den Verwaltungsaufwand sowohl in den Bezirken auch als im LaGeSo so gering wie möglich zu halten. Im Zuge des Berliner Teilhabegesetzes wurde eine Neustrukturierung sichergestellt, die Fachkenntnisse zusammenfasst und berlinweit ein einheitliches Verfahren bringt. Die Berliner Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen suchte nach einer zentralen Lösung mit spezieller Kompetenz und diesem wurde nachgegangen, weil es mit den Bezirksämtern viele offene Baustellen gab. Ein Beispiel dazu ist, das bei einem Umzug nach Berlin, das genehmigte Budget nicht erneut berechnet oder angeglichen wurde. Die Grundlage war die Erstberechnung in dem jeweiligen Bundesland wo das Arbeitgebermodell beantragt wurde. Ob sich das bei dem LaGeSo verändert hat, können wir zum jetzigen Stand nicht sagen. Werden darauf jedoch noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen.

Katrin: Jaaaa … Covid 19 ist das große letzte Thema unserer heutigen Folge, worüber wir noch mit Euch sprechen wollen. Wie vielleicht einige von Euch durch die Medien mitbekommen haben, wurde die Risikogruppe, über die wir heute sprachen, im Impfplan total vergessen. Selbstverständlich gibt es wesentlich mehr Gruppen, die ausgeschlossen wurden. Wir beziehen uns daher jetzt nur auf unseren Arbeitsbereich. Auch wenn es viele nicht mehr hören können – wir auch nicht – liegt uns dieses Thema sehr am Herzen, da wir in jedem Dienst miterleben, wie schwierig das Leben für unsere Assistenznehmer/innen geworden ist. Sie leben seit Anbeginn der Pandemie in Isolation, grenzen sich aus Sicherheitsgründen selbst aus und werden von der Gesellschaft ausgegrenzt. Immerhin gibt es seit Anfang 2021 die Möglichkeit, dass wir Assistenten zu kostenlosen Coronaschnelltests können. Es ist traurig, dass es so lange gedauert hat, bis dies ermöglicht wurde. In regelmäßigen Abständen nehmen wir selbstverständlich die Möglichkeit wahr, um uns, unser Umfeld und unsere Assistenznehmer/innen zu schützen. Denn vor Allem wir tragen die Verantwortung, uns nicht leichtsinnig anzustecken. Aktuell kann ein Härtefallantrag beim LaGeSo zum Impfen gestellt werden, um in der Impfpriorität zu steigen. Dadurch, dass es erst jetzt langsam anläuft, können wir noch nicht allzu viel dazu sagen, hoffen aber sehr, dass allen Assistenznehmer/innen keine weiteren Steine in den Weg gelegt werden und wir Euch zeitnah davon berichten können.

Christin: Wir hoffen, wir haben Euch einen guten ersten Eindruck in unsere Arbeit geben können und Ihr versteht nun, umso mehr, warum wir dieser Folge den Titel „Alle für Einen – Einer für Alle“ gegeben haben. Weil in einem Team um Assistenznehmer/innen mehrere Assistenten tätig sind. Das Team muss auch in schwierigen Situationen zusammenarbeiten, damit ein reibungsloser Ablauf des selbständigen Lebens funktioniert. Außerdem bedeutet diese Aussage Inklusion. Alle müssen zusammenhalten, damit wir alle nachhaltig etwas bewirken können.

Und zum Schluss kommen unsere versprochenen FunFacts mit dem heutigen Thema „Vergangene Arbeitgeber/innen“ und Katrin fängt einfach mal an.

Katrin bereits schmunzelnd: Ganz genau. Vor 3 Jahren haben meine jetzige Assistenznehmerin und ich uns eine berufliche Veränderung gewünscht und haben uns für kurze Zeit getrennt. Also ungefähr 2 – 3 Monate war ich dann in einem ganz anderen Arbeitsverhältnis angestellt, was komplett anders aufgebaut war. Ich nenne sie jetzt mal Marie. Marie bediente einen elektrischen Rollstuhl. Sie war also auch sehr selbständig unterwegs. Das war ich bisher nicht so gewohnt, sondern nur einen ganz normalen Handrollstuhl, mit dem ich meine Assistenznehmerin zu Ihren Terminen brachte. Jedenfalls wollte Marie shoppen gehen, in einer Mall, und meinte am Anfang zu mir, nachdem wir die Haustür verlassen hatten, ich sollte erst gar nicht versuchen Schritt zu halten, sondern entspannt meine eigene Schrittgeschwindigkeit wählen und hinterherkommen. Was mich natürlich am Anfang sehr verwirrt & ein bisschen stutzig gemacht hat.

*Katrin lacht*

Jedenfalls innerhalb von Sekunden düste sie plötzliche davon und ich habe sie einfach nicht mehr gesehen. Sie war weg, also auch als ich auf die Hauptstraße abgebogen war, war sie nicht mehr in meinem Blickfeld zu sehen und ich habe sie dann später an den Türen der Mall wiedergefunden und bin bis heute der felsenfesten Überzeugung, dass sie einen ganz anderen Weg gewählt hat als ich hatte.

*beide lachen*

Sehr sehr merkwürdig und das hat mich echt stutzig gemacht. Jaaaa … Chrissi möchtest du deine Erfahrung berichten?

Christin: Ja ich muss dazu sagen, dass ich im Jahr 2020 auch ziemlich Probleme durch Covid 19 und mehrere Arbeitgeberwechsel hatte, um wieder zu dem richtigen zu finden, bei dem ich mich auch richtig wohlfühle und bei dem die Chemie auch wieder gestimmt hat und eine von den Assistenznehmerinnen, bei der ich angestellt war – ich war nicht lange da, so ca. 2 Monate – und ehmmm eine lustige Geschichte werde ich niemals vergessen. Die Assistenznehmerin war schon etwas älter und manchmal waren schon verwirrende Aussagen und Aufforderungen dabei. Eine davon war ich solle den Duschvorhang zusammenlegen.

*beide schmunzeln*

Habe mich vergewissert – soll ich den Duschvorhang wirklich zusammenlegen – daraufhin hatte sie mir bestätigt „Ja Christin, lege bitte den Duschvorhang zusammen und lege ihn dort in den Schrank“. Gut dachte ich, war auch die letzte Aufgabe, die ich erledigen sollte, vor meinem Feierabend. Ich habe dies getan und kurz bevor ich dann gegangen bin, fuhr sie mit Ihrem Rollstuhl ins Bad und fragte mich „Wo ist denn mein Duschvorhang?“

*beide lachen*

Und ich guckte sie an und meinte „Naja du hast doch gesagt ich soll den zusammenlegen“ … „Nein, das habe ich nie gesagt“ und daraus entstand dann leider Gottes eine recht heftige Diskussion, die dann damit geendet hat, dass der Duschvorhang wieder aufgehangen werden musste und ich dann gehen konnte.

*beide lachen*

Das ist wirklich so mein FunFact von ehemaligen Arbeitgebern/innen.

Katrin lachend: Das ist schon ziemlich verrückt.

Christin mit Musik untermalt: Außerdem könnt Ihr uns natürlich sehr gerne Eure Meinung und konstruktive Kritik über Instagram, Facebook oder per Email zusenden oder zuschicken. Ihr findet uns natürlich unter dem Namen „Zeitgeist der Inklusion“ und zusätzlich verlinken wir Euch in den Shownotes alle unsere Profile.

Katrin mit Musik untermalt: Ja damit verabschieden wir uns aus der heutigen Folge und hören uns in 2 Wochen wieder. Wir würden uns freuen, wenn Ihr in der 2. Folge wieder mit dabei seid, wenn sich alles um das große Thema Inklusion dreht – bis dahin

Beide gemeinsam: Tschüüßßß